Wandmalerei - Projekt im Kunstunterricht  
Der Erzdiözese München und Freising  
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Edith Stein (1891 - 1942)

Ihr sollt sein wie ein Fenster,
durch das Gottes Güte in die Welt hineinstrahlen will.
Die Scheibe darf nicht schmutzig und blind sein,
sonst hindert ihr das Leuchten Gottes in der Welt.
(Edith Stein)

 
   

Edith Stein wurde am 12. Oktober 1891 in Breslau als Kind jüdischer Eltern geboren.

Sie war eine bemerkenswerte Frau, die schon als Jugendliche keine vorgefertigten Meinungen übernahm und
unbequeme Fragen stellte. Zwischen ihrem 13. und 21. Lebensjahr war sie davon überzeugt, dass Gott nicht existiere. ... "
Es war die Zeit, in der ich meinen Kinderglauben verlor und anfing, mich als selbständiger Mensch aller Leitung durch Mutter und Geschwister zu entziehen..."

Nach dem Abitur besuchte sie die Universitäten in Breslau und Göttingen. Sie studierte Germanistik und Geschichte für
das höhere Lehramt und über die Psychologie kam sie später zur Philosopie, zu dem Fach, in dem sie später auch promovierte.

An der Schule der Dominikanerinnen in Speyer arbeitete Edith Stein jahrelang als Lehrerin und bildete andere Lehrer aus,
bis die NSDAP ihre Dozententätigkeit 1933 verbot.

Edith Stein
   

Mosaik in der Aula

Zu diesem Zeitpunkt war es bereits zehn Jahre her, dass sie die christliche Taufe empfing. Tief greifende Erfahrungen waren diesem Schritt vorausgegangen.

Im Oktober 1933 verwirklichte sie ihren lang gehegten Wunsch, Klosterschwester zu werden, indem sie in den Karmel in Köln eintrat.

Nach der Reichspogromnacht 1938 floh Edith Stein in der Nacht vom 31. Dezember zu Neujahr in den Karmel von Echt in Holland, um ihre Mitschwestern in Köln nicht zu gefährden und um einer Verhaftung durch die Nazis zu entgehen.

 

 

Ausgelöst durch eine mutige Kritik der holländischen Bischöfe wurden alle getauften Juden im August 1942 in das Sammellager Westerbork gebracht.
Unter ihnen war auch Edith Stein.
Wenige Tage später wurde sie nach Auschwitz deportier, wo sie vermutlich am 9. August 1942 ermordet wurde.

Edith Stein beeindruckt durch ihre ehrliche Wahrheitssuche und durch die Entschiedenheit, mit der sie umsetzte,
was sie für richtig erkannt hatte.

Als Patronin unserer Schule ist sie ein Vorbild dafür, dass Denken und Handeln immer Hand in Hand gehen,
dass die Wahrheit keine Theorie ist, sondern gelebt werden kann.
Edith-Stein gehört auch zu den frühen Vertreterinnen einer engagierten Frauenbildung im 20. Jahrhundert.
Ihre diesbezüglichen Texte sind auch heute noch aktuell. Auch diese Tatsache macht sie zu einem überzeugenden Vorbild an einem Mädchengymnasium.

Mosaik in der Aula